Mit dem Thema „Ausbeutung der Weltmeere” hat sich der Kurs
„Naturwissenschaften” aus der Jahrgangsstufe 9 unter der Leitung
von NW–Lehrer Stefan Mertens in der Wuppertaler Innenstadt an die
Öffentlichkeit gewandt und eine Umfrage durchgeführt. In der
Fußgängerzone in Elberfeld informierten 22 Schülerinnen und
Schüler Ende Juni per Flyer und Plakat die Passanten über das Problem
und die Folgen der Überfischung. „Thunfisch, Kabeljau und Heilbutt
sind extrem gefährdet”, lautete die Botschaft der Neuntklässler.
Mittels Fragebogen, der von den Gesamtschülern zuvor im Unterricht erstellt
worden war, sollte das Konsumverhalten von Verbrauchern erforscht werden.
Inzwischen liegt die Auswertung vor.
„Viele Konsumenten wussten gar nichts von der akuten Bedrohung einiger
Fischarten im Mittelmeer und in der Nord- und Ostsee”, erklärte
Öykü mit Blick auf die Ergebnisse. Mit Fragen wie „Haben Sie schon
gehört, dass der Thunfisch bald ausgestorben sein wird, wenn weiterhin im
gleichen Umfang gefischt wird wie bisher?” oder „Wie viel würden
Sie für eine Dose Thunfisch im Laden bezahlen?” erhielten die
Schülerinnen und Schüler einerseits für den Unterricht verwendbare
Ergebnisse über das Verbraucherverhalten, andererseits erfuhren sie:
„Informieren lohnt sich!”
„Die Leute haben sich Zeit genommen bei der Befragung”, freuten
sich Yvonne und Svenja über die Resonanz der Schüler-Aktion.
„Unser Informationsblatt fand regen Absatz.” Das Ziel des
NW–Projekts, nämlich das Bewusstsein der Verbraucher zu schärfen,
wurde erreicht. Martin betont: „Zahlreiche Kunden erklärten spontan,
dass sie die bedrohten Fischarten zukünftig nicht mehr kaufen wollen.”