Vohwinkeler Gesamtschüler sind fit in „Erste Hilfe”
Kleines Pflaster – große Wirkung
Die „stabile Seitenlage” ist für die 15-jährige Melina
längst Routine. Der Grund: Die Schülerin der Klasse 9a an der Gesamtschule
Vohwinkel ist seit über einem Jahr in der Arbeitsgemeinschaft
„Schulsanitätsdienst” tätig.
Ab Klasse 6 können sich Schülerinnen und Schüler einmal
wöchentlich in Erste Hilfe schulen lassen. Fr. Lordick, Lehrerin an der
Gesamtschule Vohwinkel und gelernte Kinderkrankenschwester ist Leiterin des Projekts,
das vom
Malteser Hilfsdienst
begleitet wird. „Unsere Schulsanitäter
erwerben zuerst Grundkenntnisse und anschließend erweitertes Wissen in
medizinischen Lerninhalten”, erklärt sie. Dazu gehören zum Beispiel
der Umgang mit dem AED (automatisierter externer Defibrillator für den Einsatz
bei Herzanfällen) oder die Blutdruckmessung.
An Schultagen stehen die fachkundig ausgebildeten Schülerinnen und Schüler
während der Mittagspause für die medizinische Erstversorgung an der
Vohwinkeler Gesamtschule ebenso zur Verfügung wie bei Schul- und Sportfesten.
Da gilt es Druckverbände anzulegen, Stauchungen zu kühlen, blutende Nasen
zu versorgen oder den Kreislauf zu stabilisieren.
Dominik und Felix aus der 7a haben für den Ernstfall Herzmassage und
Mund–zu–Mund–Beatmung an der Übungspuppe trainiert.
Jenny (9a) war zuletzt am „Tag der offenen Tür” mit dem
Erste–Hilfe–Koffer unterwegs. Ihre Klassenkameradin Sabrina kann
sich vorstellen, später einmal als Rettungsassistentin zu arbeiten oder
als Medizinische Fachangestellte.
„Der Schulsanitätsdienst fördert soziales Lernen, Handlungskompetenz
im Rahmen der Gesundheitserziehung und die Persönlichkeitsbildung”,
betont Fr. Lordick. „Gleichzeitig unterstützt diese Arbeitsgemeinschaft
die Berufsorientierung.”
Die ausgebildeten Schulsanitäter erhalten
eine Bescheinigung über ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse.